Echtes Wiener Schnitzel

Auf ein Kaffee in Wien /

Kaffee in Wien

Ein Kaffee in Wien trinken zu gehen, ist nicht einfach „ein Soya – Latte mit extra Schaum und Vanilla, Grande – To Go“.  Okay diese Art von Kaffee-Häuser gibt es auch und teilweise müssen sie sich optisch ganz schön anpassen, um z.B. Starbucks direkt neben der Hofburg sein zu dürfen.

Aber generell heißt Kaffee in Wien trinken gehen, Kaffeehauskultur mit viel Zeit und Ruhe.

Ich war, durch eine sehr gute Freundin und original Wienerin, bei meinem Wien Urlaub mit einer Liste von rund 15 Kaffeehäuser ausgestattet und ich habe 9 Stück geschafft. Mein Ziel war es, überall einen „Kleinen Braunen“ zu trinken, um so besser vergleichen zu können. Das schien mir halbwes objektiv zu sein, denn der Rest wie Freundlichkeit der Kellner, Ambiente, Essen und Zeitungsauswahl ist immer eine Sache der Tagesform.

 

Ein Kleiner Brauner

Ein „Kleiner Brauner“ was ist das? Dies ist ein Kaffee in Wien, der wie ein Espresso mit heißem Wasser und Druck gebrüht wird. Nach der Homepage von Julius Meinl, einem der führenden Wiener Kaffeeimporteure, besteht der kleine Schwarze aus 7/14 Gramm Kaffee und 3/6 cl Wasser und wird rund 20-30 sek. gebrüht.
Um dann aus dem „Kleinen Schwarzen“ einen „Kleinen Braunen“ zu machen, bekommt man neben dem Kaffee in einem fingerhutgroßen Kännchen Milch / Schlagobers serviert, sodass man die Mischung von Mokka und Milch selber herstellen kann. Nicht zu vergessen, es gibt auch immer ein Glas Wasser dazu.

Lohnt es sich Meinl Kaffee zu kaufen, in diesem Falle „Wiener Mokka“ Mischung, eindeutig ja. Es ist eine andere Sorte und eine andere Röstung.

 

Kaffeehaus Hitliste

Hier nun aber meine Liste an Kaffeehäuser und wie ich den Kaffee fand (es gibt * bis ****)

Alt Wien ****
Kleines Café **
Demel ***
Café Palmenhaus ****
Café Sperl ****
Café Eiles ****
Café Hummel ***
Café Central ***
Café Hawelka ****

p.s. Café Landtmann habe ich nicht geschafft, lag aber eher daran, dass es voll mit Touris war und ich keinen Platz mehr bekam.

Das Alt Wien, eine Mischung aus Kneipe und Kaffeehaus, das spät abends am interessantesten ist, da dann die ganzen „Typen“ dort zu finden sind. Ich war leider morgens um 11:30 dort, konnte aber dennoch interessanten Konversationen lauschen:

Ein Mann am Telefon: „ein Klavier hat eine bestimmte Anzahl von Tasten. Wenn es nicht so klingt, wie es soll, hast du nur noch nicht die richtigen Tasten gefunden.“ Logisch oder?

Das Kleine Café, wirklich so klein, dass die Masse an Sitzplätzen auf dem Hof / Platz davor sind. Im Sommer, sehr schön, tolle Kulisse, neben einer Barock-Kirche. Der Kaffee ist aber nicht so gut, viel zu bitter.

Demel, eigentlich ein Konditor und einen Kaffee habe ich dort auch nur bestellt, weil zu Kuchen Kaffee gehört. Dafür war der Kuchen … ein Stück Sachertorte göttlich.

Im Café Palmenhaus war ich zwei Mal, einmal um einen Kaffee in Wien zu trinken, und einmal um dort ein echtes Wiener Schnitzel zu essen … beide Mal ein Erlebnis.
Der Ort an sich, ein altes Gewächshaus hinter der Albertina, gehört zur Hofburg und seine Stahl und Glaskonstruktion ist voll mit Pflanzen und Palmen. Schon das ist ein Hingucker. Auch findet man hier eine gute Mischung aus Touristen und Wienern, was z.B. im Café Central nicht so ist.

 

Wiener Schnitzel

Das Wiener Schnitzel, eigentlich ein Bericht für sich, war … wow, noch nie so viel Fleisch auf einmal gegessen, aber es war jeden Bissen wert (ich habe mal das Messer als Maßstab danebengelegt). Einfach genial, gut gemacht und so lecker … danach brauchte ich aber erst einmal einen langen Spaziergang durch den 1. Bezirk.

Echtes Wiener Schnitzel - Kaffee in Wien
Wiener Schnitzel / Palmenhaus / Wien

Café Sperl, ein Ort mit viel Geschichte und Künstlern. Das heutige Publikum ist bunt gemischt und lebhaft, mir gefällt es, auch wenn die Sitzgelegenheiten etwas durchgesessen sind. Der Kaffee ist sehr gut und die Atmosphäre, so, dass man dort 1-2 Stunden verweilen kann. Man wird nicht gehetzt von der Bedienung.

Eine Tasse Kleiner Brauner - Kaffee in Wien
Kleiner Brauner / Cafe Sperl / Wien

Punschkrapfen Alarm

Café Eiles, um 16:00, das schreit nach einem Stück Kuchen, diesmal in Form eines Punschkrapfen … ja das rosa Ding auf dem Bild kann man essen. Ein Punschkrapfen besteht aus Biskuitteig-Resten getränkt in Alkohol (Punsch) mit einer rosa Fondant Glasur. Also nichts für Zucker-Allergiker und Menschen auf Diät. Ich hatte nach rund 2 Tagen in Wien aufgegeben an Kalorien, Kleidergrößen usw. zu denken … bei all den leckern Kuchen, Mehlspeisen usw. war es mir einfach egal, ich wollte ausprobieren und es hat sich gelohnt. Und ich habe nicht zugenommen. Wie das? Nun in Wien sind alle Sehenswürdigkeiten fußläufig zuerreichen. Da spart man an Nahverkehrstickets und man hat viel Bewegung. Nur nach Schönbrunn, Zentralfriedhof benötigt man ein Ticket.

Ein Punschkrapfen - Kaffee in Wien
Punschkrapfen / Eiles / Wien

Touristen Orte

Café Central, ein Touristen Ort, der Raum ist der Hammer, die daneben liegende Passage im Palais Ferstel auch. Aber mir sind es zu viele Touristen und hinzu kommt, dass man anstehen muss, um einen Platz zu bekommen. Das hat zur Folge, das man schon ein wenig bedrängt wird, für die nächsten, die da warten, Platz zu machen, gerade wenn man alleine unterwegs ist. Da mir das vorher schon klar war, als ich selber in der Schlange stand, habe ich nicht nur einen „Kleinen Braunen“ bestellt, sondern auch einen Marillen Palatschinken. Damit musste man warten, bis ich mit dem Essen fertig war. Ich bin kein großer Freund von Pfannkuchen, aber der Palatschinken hat mich überzeugt, yummi.

Marillen Palatschinken - Kaffee in Wien
Palatschinken / Cafe Central / Wien

Als Letztes ein paar Worte zum Café Hawelka. Obwohl es mitten in der Innenstadt (1. Bezirk) liegt, nicht überlaufen. Man findet dort seine Ruhe, guten Kaffee in Wien, nette Bedienungen und es macht Spaß dort Zeitung zu lesen.

 

„Aber meine Herrschaften“

(frei nach dem Weißen Rössl)

Abschließend ein paar Worte zu den Kellnern / Ober in Wien, es heißt ja immer sie sein unhöflich oder zu „höflich“. Ich kann mich nicht beschweren, ich wurde immer normal höflich bedient. Der Service war gut, professionell und schnell. Egal wieviel los war, die Bedienung hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich denke, vieles hängt davon ab, wie man in den Wald hinein ruft, denn so schallt es heraus. Ich habe einige Touristen erlebt, die sehr unhöflich und arrogant zu den Kellnern waren und da sollte man sich nicht wundern, wenn es mal nicht so ehrlich höflich zurück schallt, sondern eine extra süße Schicht „Schmäh“ drüber gelegt wird.

 

p.s. wer Schreib-, Grammatik oder Kommafehler findet, darf sie behalten oder mir gerne eine Korrekturfassung zusenden.

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