Pankow - Brotfabrik

Mein Leben als Theaterscout in Berlin /

Was ist ein Theaterscout?

Theaterscouting ist ein Teilmodul des Performing Art Programms, welches 2012 vom LAFT initiiert, von Janina Benduski & Stefan Sahlmann konzipiert wurde und mit Mitteln des Europäischen Strukturfonds EFRE und ESF und der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten Berlin gefördert wird. Das Theaterscouting ist ein Modul von 7 (u.a. Mentoring, Probenraumplattform, Branchentreff), die zum Ziel haben, die Freie Theaterszene in Berlin zu fördern.

  • Professionalisierung
  • Strukturelle Stärkung
  • verbesserte Wahrnehmung der freien Szene

Sind dabei die Schlüsselworte, wie auf der Homepage des PAP nachzulesen ist.

 

Theaterscouting

Das Modul Theaterscouting fällt hierbei in den Bereich Verbesserung der Wahrnehmung der freien Szene beim Publikum, wir Theaterscouts sind dabei Vermittler / Schnittstelle zwischen der freien Szene und den Zuschauern.

Hemmschwellen und Berührungsängste beim Zuschauer abbauen, einen Überblick bieten, dies sind die Ziele des monatlichen Programmes des Theaterscouting. Es werden Theateraufführungen, Tanztheaterstücke und Performances zusammengefasst, die einen (Achtung Business-Sprache) Mehrwert bieten. Dies kann eine Stückenführung sein, ein Publikumsgespräch oder ein Blick hinter die Kulissen, bei der immer ein Theaterscout anwesende ist.

Man erkennt uns an den pinken Buttons, wir beantworten Fragen zum Stück, zum Theaterscouting, zur Freien Szene in Berlin. Teilweise moderieren wird das Publikumsgespräch oder tragen einfach nur das Mikrofon von einem Zuschauer zum anderen.

 

Was macht mir Spaß am Theaterscout Leben

Zum einen ich lerne unterschiedliche Häuser in Berlin kennen, die Freie Szene ist GROß, fast RIESIG, da kann man nicht alles kennen. Durch das Theaterscouting lerne ich die Häuser, ihre Profile kennen, für mich als Theatermacher, sehr interessant und wichtig.

Dann kommen die Gruppen und ihre Stücke, ich lerne Darsteller, Stücke, Ideen und vieles mehr kennen, das gibt Input. Ich bin neugierig auf Menschen. Hinzu kommt, dass ich mich in der Vorbereitung auf einen „Scouting“ Termin auf die Gruppe und das Stück, den Inhalt vorbereite. Auch hier lerne ich so viele unterschiedliche Themen kennen, ich werde neugierig und lese manchmal nach einem Stück Bücher über das behandelte Thema … eine Art dramaturgische Weiterbildung.

Ich bin keine Rampensau, mir liegt mehr das 1 : 1 Gespräch an Infoständen oder beim Kaffee. Beim Theaterscouting lerne ich moderieren und teilweise Interviews führen, gezielt Fragen formulieren vor bis zu 150 Leuten. Vorträge halten und Fragen beantworten kannte ich aus dem Wissenschaftsbetrieb, die Flexibilität auf Zuschauer und Künstler reagieren zu müssen ist spannend … erst machte es Angst, nun liebe ich die Herausforderung.

Von einem Interview vor 50 Zuschauer bis hin zu einem Publikumsgespräch mit 2 Zuschauern und 6 Künstlern war schon alles dabei. Die Gespräche intensiv und informativ.

 

Teil der Freien Szene in Berlin

Als Theatermacherin bin ich selber Teil der Freien Szene und kenne deren Probleme sehr gut, zu wenig Geld, viel Konkurrenz. Zum Teil auch Zuschauer, die vielleicht Angst haben, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt, wenn sie ein Stück der Freien Szene besuchen. Hier ist das Angebot des Theaterscouting sehr hilfreich. Es bietet mit dem Monatsprogramm eine Auswahl, einen Einstieg.

Ich selber habe auch mein Projekt, das 24h Theater Berlin für die nächste Ausgabe am 24.-25.03.2017 für das Theaterscouting angemeldet. Wir freuen uns schon auf das Nachgespräch!

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *